Die Elektrizität spielt bei zahlreichen Verfahren in der Innenwirtschaft eine wichtige Rolle. Dennoch machen Stromkosten nur etwa 2 bis 5 % der Gesamtkosten eines landwirtschaftlichen Betriebes aus. Einige Hinweise für den rationellen Umgang mit dem Betriebsmittel Strom helfen, diese Kosten weiter zu verringern.
Kostengünstige Investitionen in der Tierhaltung sind in der Regel mit bauseitigen Einsparungen verbunden, konsequent umgesetzt münden die Überlegungen hierzu im Kaltstall. Neben Baukosteneinsparungen haben sich in der Praxis auch tierphysiologische Vorteile gezeigt. Ein Nachteil des Kaltstalles ist sein in den meisten Funktionsbereichen fehlender Frostschutz. Dies kann zu unangenehmen Arbeitsbedingungen für den Menschen führen, insbesondere aber zu Problemen mit der installierten Technik. Darum ist in Verbindung mit dem Kaltstall immer ein wirksamer Frostschutz gefährdeter Technik, insbesondere der Wasser führenden Leitungen und Tränkeanlagen, erforderlich. Ausführliche Informationen zum Thema finden sich in unserem Merkblatt 24
Tabelle mit Faustzahlen für Stalllüftung, Ferkelnestbeheizung, Güllepumpe usw.
ISDN-Telefone, Klima- und Fütterungscomputer, aber auch automatische Melksysteme (Melkroboter) danken eine unterbrechungsfreie Stromversorgung mit reibungslosem Betrieb und lückenloser Datenaufzeichnung.
Die Nutzung von Abwärme aus der Produktion kann den Gesamtenergiebedarf und die Energiekosten deutlich senken
In Tierställen sollten Leuchtstofflampen als Lichtquelle verwendet werden. Die Lichtausbeute ist etwa sechsmal so hoch wie bei herkömmlichen Glühlampen.
Getreidetrocknungsanlagen sowie Mahl- und Mischanlagen zur hofeigenen Futteraufbereitung haben hohe elektrische Anschlusswerte und verursachen sowohl im Jahres- als auch im Tagesverlauf hohe elektrische Leistungsspitzen.
Bei Milchvieh haltenden Betrieben geht man von einem Stromverbrauch von etwa 400 kWh pro Kuh und Jahr aus. Neuere Untersuchungen beziehen den Stromverbrauch auf die Milchmenge (5 kWh/100 l).