Strom Tipps Schweinemast

Strombedarf Schweinemast

Zusammensetzung des jährlichen Strombedarfs in der Schweinemast

Fütterung

Getreidetrocknungsanlagen sowie Mahl- und Mischanlagen zur hofeigenen Futteraufbereitung haben hohe elektrische Anschlusswerte und verursachen sowohl im Jahres- als auch im Tagesverlauf hohe elektrische Leistungsspitzen. Daher:

  • während der Trocknungskampagne möglichst keine anderen großen elektrischen Aggregate zeitgleich einschalten
  • wo möglich, Verzicht auf pneumatische Fördereinrichtungen
  • sinnvolle Einbindung der Fördereinrichtung in die baulichen Gegebenheiten des Betriebs, damit möglichst kurze Förderwege
  • Arbeitsabläufe von Mahl- und Mischanlagen automatisieren und zeitlich in die Schwachlastzeit verlagern. Durch die Ausnutzung von Schwachlasttarifen Nachts oder am Wochenende können Stromkosten gesenkt werden

Entmistung

Güllepumpen und -rührwerke haben im allgemeinen einen hohen elektrischen Anschlusswert (7,5 kW bis 25 kW). Deshalb:

  • Aggregate so auswählen, dass sie in ihrer Leistung auf die Anlagenerfordernisse abgestimmt sind
  • leistungszehrende Umlenkungen, kleine Rohrdurchmesser und große Förderhöhen vermeiden
  • Anlage nicht zeitgleich mit anderen großen elektrischen Aggregaten (Melkanlagenreinigung, Durchlauferhitzer, Schrotmühle usw.) laufen lassen.

Stallklima

Schon bei der Planung einer Stalllüftungsanlage sollte auf sparsamen Umgang mit dem Betriebsmittel Strom geachtet werden. Voraussetzung für das Funktionieren einer Stalllüftung ist eine dem "Stand der Technik", dem Stallraum und den Bedürfnissen der Tiere angepasste Anlage.

Stalluefter

Energiesparender Stalllüfter, Bild: Ziehl-Abegg

Auch die strömungstechnische Optimierung der Anlage ist Voraussetzung für gutes Stallklima und geringen Stromverbrauch. Planerische Mängel bei der Erstellung einer Stalllüftungsanlage lassen sich später kaum kompensieren. Aber auch richtig geplante und installierte Stalllüftungen funktionieren nur, wenn sie richtig bedient und regelmäßig gewartet werden. Deshalb:

  • Lufteintrittsöffnungen zu Luftkanälen trichterförmig ausführen
  • Strömungsgeschwindigkeit in den Kanälen durch richtige Kanalquerschnitte möglichst niedrig halten (<3 m/s)
  • Umlenkungen in Zu- und Abluftkanälen mit Luftleitblechen versehen, · Querschnittsänderungen bei Kanälen mit strömungsgünstigen Übergangsstücken ausführen
  • Querschnitt des Abluftkanals möglichst nicht kleiner als den Ventilatordurchmesser ausführen und Abluftkanäle so positionieren, dass auf Weitwurfdüsen verzichtet werden kann
  • Regenschutzhauben auf Abluftkanälen erhöhen nur Anlagenwiderstand und damit den Stromverbrauch, als Schutz für die Lüfter sind sie überflüssig
  • keine Wandventilatoren verwenden
  • neue Lüftertechnologien (EC-Ventilator) verbrauchen bis zu 60 % weniger Strom

Lüftung richtig dimensionieren und betreiben

Weitere Einsparpotentiale sind auch durch die richtige Dimensionierung der Lüfter gegeben. Der spezifische Stromverbrauch verschiedener Ventilatoren bei definierten Druckdifferenzen bietet sich als Vergleichsgrundlage an. Diese Werte finden Sie u. a. in den DLG-Prüfberichten für Stalllüfter. Auch während des Betriebs der Stalllüftungsanlage kann Energie eingespart werden:

  • Schutzgitter vor den Ansaugöffnungen und Ventilatoren sollten stets sauber sein
  • Wärmeaustauscher regelmäßig reinigen
  • richtig und regelmäßig eingestellt, sparen Klimacomputer Lüftungs- und Heizenergie