Strom Tipps Sauenhaltung

Strombedarf Sauenhaltung

Zusammensetzung des Jahresstromverbrauchs in der Sauenhaltung

Beleuchtung

In Tierställen sollten Leuchtstofflampen als Lichtquelle verwendet werden. Die Lichtausbeute ist etwa sechsmal so hoch wie bei herkömmlichen Glühlampen. Zu beachten ist:

  • die richtige Position der Leuchten im Stall (keine Störung der Luftführung im Zuluftbereich)
  • die Lampen regelmäßig zu säubern
  • Leuchtstofflampen sind in Tierställen in der Regel energiesparender als Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen)

Siehe auch Tabelle “Beleuchtungsstärken”

Reinigung

Hochdruckreiniger nicht zeitgleich mit anderen leistungsstarken elektrischen Verbrauchern nutzen.

Stallklima

Die Temperaturansprüche von säugenden Sauen und ihrer Ferkel unterscheiden sich deutlich. Die Sau benötigt Temperaturen im Bereich von 16°C bis 20°C. Die optimale Temperatur für die Ferkel sinkt von rund 35°C bei der Geburt auf etwa 26°C in der vierten Woche. Ferkelkisten reduzieren die Lüftungswärmeverluste im Ferkelliegebereich.

Ferkelnestbeheizung

Die Zahl der aufgezogenen Ferkel pro Sau und Jahr ist das entscheidende Erfolgskriterium in der Sauenhaltung. Ein Großteil der Ferkelverluste ist auf zu geringe Umgebungstemperatur zurückzuführen. Der Wärmehaushalt von Ferkeln ist wegen des ungünstigen Verhältnisses von Körperoberfläche zur wärmeproduzierenden Lebendmasse ohne Wärmezufuhr von außen nicht ausgeglichen.

Ferkelnestbeheizung

Um Unterkühlung der Ferkel zu vermeiden, muss ihr Liegebereich mit geeigneten Heizsystemen erwärmt werden. Die Tiere geben sowohl an die Liegefläche als auch an die Stallluft Wärme ab. Eine Kombination aus einer elektrischen Strahlungsheizung (Elektro-Infrarot-Strahler) mit einer Fußbodenheizung erfüllt die physiologischen Ansprüche der Ferkel in hohem Maß:

  • Verwendung von regelbaren Elektro-Infrarot-Strahlern (Hellstrahler, Dunkelstrahler)
  • Reflektoren an den Strahlern vermindern den elektrischen Leistungsbedarf und verbessern die Wärmeverteilung
  • Verwendung von regelbaren Fußbodenheizungen
  • bei Fußbodenheizungen auf gleichmäßige Wärmeverteilung achten

Aufgrund der niedrigen Vorlauftemperaturen von 30°C bis 40°C bietet die Warmwasserfußbodenheizung ideale Voraussetzungen für elektrisch betriebene Wärmepumpen. Die exakte Anpassung der Heizleistung beider Heizsysteme an den Wärmebedarf der Ferkel bietet das größte Einsparpotential an Energie. Der tatsächliche Wärmebedarf lässt sich nur eingeschränkt über feste Temperaturangaben definieren. Wesentlich besser können über Verhaltensbeobachtungen Rückschlüsse auf das thermische Wohlbefinden der Ferkel geschlossen werden:

  • liegen die Ferkel in "Haufen", um Wärmeverluste zu reduzieren, ist die Umgebungstemperatur zu niedrig
  • liegen die Ferkel außerhalb des Liegebereichs, ist die Temperatur dort zu hoch
  • liegen die Ferkel ausgestreckt ruhend nebeneinander, ist das Wärmeangebot gleichmäßig und ausreichend