Zur Qualitätssicherung werden viele landwirtschaftliche Produkte gekühlt. Bei den dafür nötigen Kühlaggregaten werden zum Teil erhebliche Wärmemengen freigesetzt, die oft ungenutzt an die Umwelt abgegeben werden.
Wärmerückgewinnung aus der Milchkühlung, Bild: Lemmer-Follwood
Andererseits benötigen landwirtschaftliche Betriebe in vielen Bereichen Wärme für Heizzwecke bzw. für die Warmwasserversorgung.
Die Wärmepumpentechnik ermöglicht die Kopplung von Kühl- und Wärmeprozessen. Werden z. B. 100 l Milch gekühlt, können mit der Abwärme etwa 75 I Brauchwasser auf 50°C erwärmt werden.
Eine Stallwärmepumpe kann mit der Abwärme aus Milchviehställen das Wohnhaus heizen. Bei günstiger räumlicher Anordnung zwischen Stall und Wohnhaus reicht schon die Wärme von 20 Kühen, um einen Wohnraum von 100 m2 ohne weiteres Heizsystem (monovalent) zu beheizen. Kaltställe erfordern einen erheblich höheren Viehbesatz.
Wärmetauscher im Kuhstall