Unterbrechungsfreie Stromversorgung

Unterbrechungsfreie Stromversorgung

Deutschland gehört zu den Ländern mit der höchsten Stromversorgungssicherheit weltweit. Vor dem Hintergrund des stetig zunehmenden Einsatzes von Computern und Elektronik in der Landwirtschaft sollte dennoch auch die unterbrechungsfreie Stromversorgung in die Anlagenplanung einbezogen werden.

ISDN-Telefonanlagen, Klima- und Fütterungscomputer, aber auch automatische Melksysteme (Melkroboter) danken eine unterbrechungsfreie Stromversorgung mit reibungslosem Betrieb und lückenloser Datenaufzeichnung.

USV-Anlagen überbrücken zum Beispiel die Verzögerung zwischen Netzausfall und dem Anspringen des Notstromaggregates.

Die einfachst Form der unterbrechnungsfreien Stromversorgung sind eingebaute Akkus, die im Fall des Netzausfalls kurzzeitig die Stromversorgung des Gerätes übernehemen. Bei der Geräteauswahlist darauf zu achten, dass

die Kapazität des Akkus ausreichend ist, um die benötigte Restlaufzeit sicher zu stellen;

eine Testfunktion für den Akku vorhanden ist, um rechtzeitig eine zu geringe Kapazität (Alterung) des Akkus zu erkennen.

Bei separaten USV-Anlagen unterscheidet man drei verschiedene Systeme:

  • Offline-Systeme schützen einzelne Geräte (PC) vor Stromausfall. Da sie nur bei vollständigem Spannungsausfall aktiv werden, werden einige Störungen (z.B. Schaltspitzen) nicht erfasst. Offline-Systeme sind die preisgünstigste Form der USV und für landwirtschaftliche Betriebe in gut ausgebauten Versorgungsnetzen häufig ausreichend.
  • Line-Interaktiv-Systeme reagieren auch bei Spannungsschwankungen. Sinkt die Spannung unter einen bestimmten Wert ab, heben Line-Interaktiv-Systeme sie wieder auf das Sollniveau an.
  • Online-Systeme halten die Netzspannung kontinuierlich auf dem Soll-Niveau. Die Umschaltung erfolgt verzögerungsfrei, Spannungsspitzen lassen sich vollständig vermeiden. Welches System zum Einsatz kommt, hängt von den Anforderungen der Anlage und der Qualität des örtlichen Netzes ab.